Salomon wirbt für Erhalt des Franz-Rohde-Haus

Rechtslage und Verwaltungspraxis im Denkmalschutz überprüfen

In der Diskussion um den Erhalt des Franz-Rohde-Hauses spricht sich der Karlsruher Landtagsabgeordnete Alexander Salomon für eine Entwicklung von Alternativen aus. Daher begrüßt er das Angebot der evangelischen Kirche als substantiellen Schritt, um im Dialog eine Lösung zu finden. “Für mich ist es wichtig, dass sowohl die Belange der älteren und pflegebedürftigen Menschen, als auch der Denkmalschutz ausreichend Berücksichtigung finden. Nur mit Hilfe eines Konsenses zwischen den verschiedenen Interessen kann eine tragfähige Lösung gefunden werden”, ist sich Salomon sicher.

Die Städtische Galerie Karlsruhe präsentiert im Jahr 2017 mit einer großen Ausstellung die Werke des Karlsruher Architekten Otto Bartning. Ein Abriss des Franz-Rohde-Hauses in Karlsruhe ist für Salomon daher kaum tragfähig oder gar zu vermitteln: “Es wäre ein weiterer Verlust unseres baugeschichtlichen Kulturerbes in Karlsruhe und ein herber Schlag für den Ruf der Stadt Karlsruhe als Kultur- und Architekturstadt. Erinnert sei nur an den Abriss der Drogerie Roth und anderer bedeutender Gebäude in der Stadt.”

Salomon erkennt in den bisherigen zahlreichen Gesprächen mit den beteiligten Parteien, dass die Situation und Lage allen Beteiligten sehr ernst ist und das der Handlungsbedarf erkannt wurde. Insbesondere der Stadtmission und der Kirche gebührt Respekt, wenn sie die Debatte nun noch einmal aufnehmen und öffnen. “Wir können als Stadtgesellschaft an diesem Beispiel aufzeigen, wie wir unser gemeinsames Erbe erhalten und gleichzeitig die notwendigen städtischen Strukturprozesse ein- und mitplanen können. Diese Chance sollten wir jetzt nutzen und die Erfahrungen auch für zukünftige Projekte mitberücksichtigen”, fügt Salomon an.

Über den aktuellen Fall hinaus regt der Abgeordnete Salomon eine Diskussion über die derzeitige Rechtslage und Verwaltungspraxis im Bereich des Denkmalschutzes an. Nicht nur das Franz-Rohde-Haus ist als Kulturdenkmal gefährdet. In Karlsruhe und ganz Baden-Württemberg sind weitere unzählige Kulturdenkmäler in akuter Gefahr. “Die Möglichkeit Immobilien wirtschaftlich zu betreiben, steht außer Frage. Gleichwohl darf aber die Einschränkung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit gegenüber dem gesellschaftlichen Interesse des Erhalts nicht überhandnehmen. Hier bedarf es aus meiner Sicht einer grundsätzlichen Überprüfung der derzeitigen Lage“, stellt Salomon abschließend fest.

 

Hintergrund:

Das Franz-Rohde-Haus wurde in den Jahren 1937/38 durch den Karlsruher Architekten Otto Bartning erbaut. Er gehört zu den wichtigsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Derzeit wird über die Aufnahme seines Gesamtwerks als UNESCO-Weltkulturerbe diskutiert.

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